
Beim Abladen nimmt der Fahrer des Spediteurs die Teile aus der Verpackung und zieht diese über die ungeschützte Ladekante, die aus St37 (Normalstahl) besteht.
Hierbei wird Normalstahl - auch schon bei einem leichten Druck - auf die Oberfläche des festeren Edelstahls abgegeben.
Was dann bei Lagerung in feuchter Umgebung (z. B. unter freiem Himmel) korrodiert,
ist lediglich dieser Abrieb. Dieses Problem tritt natürlich auch auf, wenn Förder- oder Hebemittel aus Normalstahl direkt an die Edelstahloberfläche stoßen.
Zum Beispiel dann, wenn die Teile in eine Krankette eingehängt werden, ohne dass eine schützende Schicht zwischen den Normalstahlketten des Krans und den Edelstahlteilen vorhanden ist.
An den Berührungspunkten entsteht unter Mitwirkung von Feuchtigkeit ein brauner Abriebfleck auf den Edelstahlteilen.
Die ungeschützten Edelstahlteile dürfen nicht direkt nebeneinander, oder schlimmer noch, direkt aufeinander mit Normalstahlteilen gelagert werden.
Bei einem direkten Kontakt gibt es natürlich wieder den bereits zuvor erwähnten Normalstahlabrieb auf den Edelstahlteilen.
Bei einer Lagerung nebeneinander unter freiem Himmel, wo Wind und Regen wirken, entsteht der sogenannte "Flugrost", der sich ebenfalls auf den Edelstahlteilen niederschlägt und durch bloßes Abwischen nicht beseitigt werden kann. Wenn in unmittelbarer Nähe Edelstahl und Normalstahl zusammen gelagert werden muss, dann bitte nur mit Hilfe einer Plane als schützender Trennung.
Beim Lagern ist auch darauf zu achten, dass keine Arbeiten an normalstahlhaltigen Teilen in der Nähe vorgenommen werden. Z. B. das Schneiden von Normalstahlprofilen mit einer Flex, bei dem die glühenden Funken sehr weit fliegen können, ist eine der häufigen Ursachen für spätere Fleckenbildung auf den Edelstahlteilen. Besonders problematisch ist bei dieser Verunreinigung, dass sich die Normalstahlteilchen in die Oberfläche des Edelstahls einbrennen.
"Die Auflagerwinkel sind bis zur völligen Aushärtung des Mörtels zu unterstützen", so lautet unsere Montageanleitung für die Mauerwerksabfangung. Die Unterstützung darf aber auf keinen Fall mit einem ungeschützten Normalstahlträger erfolgen! Natürlich entsteht auch hier ein Normalstahlabrieb, der insbesondere bei sichtbaren Abfangungen am Fenster die ganze Optik verdirbt. Für die Unterstützung daher bitte einen Holzbalken nehmen, der zuvor nicht mit Normalstahl in Berührung gekommen ist.
Achten Sie bitte auch bei der Montage darauf, dass während der Verarbeitungsvorgänge keine Normalstahlgeräte oder Normalstahlspritzer an die Edelstahloberfläche kommen und so ein Abrieb oder Einbrand auf den Edelstahlteilen entsteht. Selbst ein leichter Hammerschlag mit einem Hammer aus gewöhnlichem Werkzeugstahl oder ein Zangengriff reicht dafür aus. Verwenden Sie daher zumindest verchromte Werkzeuge - besser noch Werkzeuge, die nicht aus Normalstahl bestehen.
Das Absäuern der Klinkerwand - vielerorts üblich mit Salzsäure oder einem salzsäurehaltigen Mittel - ist für Edelstahl-Rostfrei sehr problematisch. Salzsäure ist gegenüber allen metallischen Werkstoffen eine der aggressivsten Chemikalien.
Deshalb sollte dieses Mittel möglichst nicht in Bereichen der Fassade eingesetzt werden, wo es direkt mit Edelstahl in Berührung kommt, oder wo es durch Wind hinfliegen oder durch Spritzeffekte hingelangen kann! Wenn ein vollflächiges Absäuern der Fassade unbedingt notwendig ist, so sollten vor Beginn der Maßnahme sämtliche Edelstahlteile mit einer Folie geschützt werden! Falls dann Edelstahlteile trotzdem mit dem Absäuerungs-
mittel in Berührung gekommen sind, müssen diese sofort mit sauberem Wasser und mit einem Schwamm gründlich gereinigt werden.
Nicht erst später reinigen und die Säure auf den Edelstahlteilen wirken lassen! Sollten dennoch Säurereste länger auf den Edelstahlteilen gewirkt haben, so sind die dann entstandenen Flecken lediglich eine optische Beeinträchtigung. Insbesondere bei den sichtbaren Fensterstürzen können Sie dann die Braunfärbungen mit einem speziellen Passivierungsmittel entfernen. Das Passivierungsmittel muss dann ebenfalls nach dem Einwirken wieder durch Abspülen mit sauberem Wasser gründlich entfernt werden. Nachfolgend wird das Passivierungsmittel noch näher beschrieben.
* nicht bei inhärenten Materialfehlern
Folgende Reiniger dürfen nicht eingesetzt werden:
Chlorid-/salzsäurehaltige Reiniger
Hypochlorithaltige Bleich- und Desinfektionsmittel (Javelwasser)
Silberputzmittel