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Edelstahl Rostfrei unsere Leidenschaft & Kompetenz 

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Löwenbrücke, Berlin

  • Gebäudeart: Hängebrücke
  • Standort: Berlin, Deutschland
  • Fertigstellung: Sommer 2025
  • Produkte: Fügekonstruktionen in Sonderanfertigung, Sonder-Zuschnitte und -Profile
Referenz Löwenbrücke Berlin
Referenz Löwenbrücke Berlin
Referenz Löwenbrücke Berlin
Projektbeschreibung

Die Löwenbrücke im Berliner Tiergarten ist eine der außergewöhnlichsten historischen Fußgängerbrücken der Stadt.
Sie verbindet die Straße des 17. Juni mit der Fasanerieallee und führt über den Landwehrkanal – ein beliebter Übergang für die Parkbesucher.

2008 musste das Bauwerk jedoch gesperrt werden:
Morsche Holzbalken und Schäden an dem im Wasser stehenden Fundament machten die Brücke unsicher. 
Die Standfestigkeit war nicht mehr gegeben, ein gefahrloser Übergang ließ sich schlicht nicht gewährleisten.
2014 schließlich der radikale Schritt: Bis auf die imposanten Widerlager mit den vier charakteristischen Bronzelöwen wurde die als eine der schönsten Brücken Berlins geltende Überführung komplett abgebaut.

Da eine Restaurierung aus statischen Gründen ausgeschlossen war, wurden in der Folgezeit immer wieder Stimmen laut, die den Wiederaufbau der denkmalgeschützten Hängeseilbrücke forderten.
Ab dem 4. September 2023 wurde die Löwenbrücke schließlich Schritt für Schritt wiederhergestellt. Die Bauarbeiten orientierten sich eng am historischen Entwurf von 1838. Der erhaltene Originalbestand – allen voran die berühmten Löwenskulpturen – blieben selbstverständlich bestehen, und bei allen Arbeiten wurde großer Wert auf traditionelle Techniken und möglichst originalgetreue Materialien gelegt.
Neben der eigentlichen Brückenkonstruktion wurden auch die Löwen sorgfältig überarbeitet und vergoldet.
Zudem entstanden neue Tragseile, die der Hängebrücke ihre charakteristische Silhouette zurückgeben sollten.

Seit Sommer 2025 ist die 17,3 Meter lange und 2 Meter breite Brücke vollständig saniert.
Sie erstrahlt – wie ihr Vorbild, die Löwenbrücke in St. Petersburg – wieder in voller Pracht und ist für die Nutzung durch Spaziergänger sowie Radfahrer freigegeben.

Quelle: www.morgenpost.de


Modersohn entwickelte und fertigte für die Rekonstruktion insgesamt 220 Spezial-Schweißkonstruktionen sowie mehr als 750 Zuschnitte und Profile in Sonderanfertigung.
Die Sonderkonstruktionen kamen an unterschiedlichen Stellen der Brücke zum Einsatz, unter anderem bei den Fachwerkdiagonalen, den Diagonalanschlüssen und den Geländern.
Besonders eindrucksvoll sind die vier eigens entwickelten Umlenksättel, die die Drahtseile in den Mäulern der Löwenskulpturen aufnehmen.

Material

Aufgrund der hohen Anforderungen an die Festigkeit des Materials war die Verwendung von Duplex-Stahl erforderlich.
Zum Einsatz kamen mit den Werkstoffen 1.4062 und 1.4162 daher zwei nichtrostende Lean Duplex Stähle der Korrosionsbeständigkeitsklasse III,
sowohl für die Sonder-Schweißkonstruktionen als auch für die Zuschnitte.

Besondere Herausforderung

Besonders anspruchsvoll waren die Schweißverbindungen, die gemäß DIN EN 1090 in der Ausführungsklassen EXC 3 hergestellt werden mussten; eine Herstellerqualifikation, über die Modersohn schon seit Jahren verfügt.

Hintergrundinfos

Als der Gartenkünstler Peter Josef Lenné in den 1830er‑Jahren den damals teilweise sumpfigen Tiergarten im Rahmen eines großen Verschönerungsplans trockenlegte, mussten zur Regulierung des Wasserabflusses neue Teiche und Bachläufe angelegt werden. 
Diese wiederum machten den Bau mehrerer Brücken notwendig.

Eine davon war die Löwenbrücke, die 1838 nach einem Entwurf von Ludwig Ferdinand Hesse entstand – die erste Hängeseilbrücke Berlins.
Ihr hölzerner Überbau hängt an Stahlseilen, die an beiden Enden in den Mäulern der vier flankierenden Löwenskulpturen verankert sind.
Diese Figuren, die bis heute im Original erhalten sind, schuf der Bildhauer Christian Friedrich Tieck.

Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Löwenbrücke immer wieder instandgesetzt. Vor allem mussten regelmäßig Teile der Holzkonstruktion erneuert werden, da das Material naturgemäß anfällig für Fäulnis war.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Brücke bis auf die beiden Widerlager mit den Löwenskulpturen völlig zerstört. 1957 erfolgte schließlich
der Wiederaufbau, allerdings nicht ganz originalgetreu: Einige Details unterschieden sich vom Erscheinungsbild der Brücke aus dem Jahr 1838.
Die aktuelle Rekonstruktion dagegen entspricht wieder dem historischen Original.

Quelle: www.berlin.de

Referenz Löwenbrücke, Berlin

Umlenksattel zur Aufnahme der Drahtseile im Löwenmaul

Referenz Löwenbrücke, Berlin

Umlenksattel, im Löwenmaul verbaut

Referenz Löwenbrücke, Berlin

Diagonalanschluss Brücke