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Plögerscher Gasthof, Potsdam

  • Gebäudeart: Gewerbe- und Wohngebäude
  • Standort: Potsdam, Deutschland
  • Fertigstellung: 2024
  • Produkte: Fügekonstruktionen und Zuschnitte in Sonderanfertigung, Profile, Gewindestangen
Referenz Plögerscher Gasthof Potsdam
Referenz Plögerscher Gasthof Potsdam
Referenz Plögerscher Gasthof Potsdam
Projektbeschreibung

Der sogenannte Plögersche Gasthof ist ein Schmuckstück im Herzen Potsdams: ein im palladianischen Stil errichtetes Bürgerhaus, in bester Lage direkt gegenüber dem Brandenburgischen Landtag gelegen. Zwischen 2021 und 2024 wurde das Gebäude mit viel Hingabe und handwerklicher Sorgfalt rekonstruiert.

Heute präsentiert sich die Fassade in einer Wertigkeit und Eleganz, die man bei modernen Neubauten vergeblich sucht. Genau diese besondere Ausstrahlung überzeugte auch den Verein Stadtbild Deutschland: Er kürte die Rekonstruktion verdientermaßen zum Gebäude des Jahres 2024 -
eine Auszeichnung, die beweist, wie sehr historische Baukultur auch heute noch begeistern kann.

Quelle: www.verein-stadtbild-deutschland.org

Für den Neuaufbau steuerte Modersohn eine ganze Reihe von Sonderanfertigung bei: 
Neben 16 Fügekonstruktionen lieferte das Unternehmen auch annähernd 250 Zuschnitte sowie mehr als 350 Profile und Gewindestangen.

Material

Für die Sonderanfertigungen kamen die Werkstoffe 1.4404 und 1.4571 zum Einsatz, beides austenitische Edelstähle der Korrosionsbeständigkeitsklasse III.

Hintergrundinfos

Der ursprüngliche Plögersche Gasthof entstand 1754 im Auftrag von Friedrich dem Großen und war einst ein prächtiges Bürgerhaus mitten in Potsdam. Der Name geht auf Johann Christoph Plöger zurück, der das Gebäude im Jahr 1765 erwarb und darin den Gasthof „Zum Prinzen von Preußen“ betrieb. Später benannte man diesen nach seinem Besitzer um.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude schwer getroffen:
Ein Luftangriff und die anschließenden Kämpfe um die Stadt zerstörten es so stark, dass es schließlich 1958 abgerissen werden musste.
Glücklicherweise blieben einige Spolien nahezu unversehrt, so z.B. der kunstvolle Figurenschmuck und die beiden Schaufassaden.
Sie konnten gerettet werden und nach Jahrzehnten endlich wieder ihren angestammten Platz an der rekonstruierten Fassade einnehmen;
wie die acht Attikafiguren, die übergangsweise einen Platz in einem eigens dafür errichteten Rondell im Schlosspark Sanssouci gefunden hatten.
Die übrigen Elemente der Außenansicht wurden detailgetreu nach historischem Vorbild wiederhergestellt, so z.B. die Putten-Reliefs.
Andere hingegen, wie die Figur des Legionssoldaten, mussten mangels überlieferter Originale komplett neu geschaffen werden.

Dem wiedererstandenen Stadthaus soll nach den Plänen der bauausführenden Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG neues Leben eingehaucht werden: Es ist geplant, es künftig sowohl kulturell als auch gastronomisch zu nutzen. Dafür entstanden neben einem großzügigen Veranstaltungsraum auch moderne Büroflächen sowie unter dem Dach vier große, familienfreundliche Maisonette-Wohnungen – ein lebendiges Gebäude also, das Geschichte und Gegenwart eindrucksvoll miteinander verbindet.

Quelle: www.pwg1956.de