Der ursprüngliche Plögersche Gasthof entstand 1754 im Auftrag von Friedrich dem Großen und war einst ein prächtiges Bürgerhaus mitten in Potsdam. Der Name geht auf Johann Christoph Plöger zurück, der das Gebäude im Jahr 1765 erwarb und darin den Gasthof „Zum Prinzen von Preußen“ betrieb. Später benannte man diesen nach seinem Besitzer um.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude schwer getroffen:
Ein Luftangriff und die anschließenden Kämpfe um die Stadt zerstörten es so stark, dass es schließlich 1958 abgerissen werden musste.
Glücklicherweise blieben einige Spolien nahezu unversehrt, so z.B. der kunstvolle Figurenschmuck und die beiden Schaufassaden.
Sie konnten gerettet werden und nach Jahrzehnten endlich wieder ihren angestammten Platz an der rekonstruierten Fassade einnehmen;
wie die acht Attikafiguren, die übergangsweise einen Platz in einem eigens dafür errichteten Rondell im Schlosspark Sanssouci gefunden hatten.
Die übrigen Elemente der Außenansicht wurden detailgetreu nach historischem Vorbild wiederhergestellt, so z.B. die Putten-Reliefs.
Andere hingegen, wie die Figur des Legionssoldaten, mussten mangels überlieferter Originale komplett neu geschaffen werden.
Dem wiedererstandenen Stadthaus soll nach den Plänen der bauausführenden Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG neues Leben eingehaucht werden: Es ist geplant, es künftig sowohl kulturell als auch gastronomisch zu nutzen. Dafür entstanden neben einem großzügigen Veranstaltungsraum auch moderne Büroflächen sowie unter dem Dach vier große, familienfreundliche Maisonette-Wohnungen – ein lebendiges Gebäude also, das Geschichte und Gegenwart eindrucksvoll miteinander verbindet.
Quelle: www.pwg1956.de