| Gebäudeart | Rekonstruktionen historischer Stadthäuser |
| Produkte | Winkelkonsolanker WK-N, WK-D Fertigteilbefestigungen FB-U,FB-ZW |
| Standort | Frankfurt am Main, Deutschland |
| Fertigstellung | Mai 2018 |
Ausführungsjahr: 2016 / 2017
Hinter der Bezeichnung Dom-Römer-Viertel bzw. Dom-Römer-Quartier verbirgt sich das Zentrum der historischen Altstadt von Frankfurt.
Die sogenannte Neue Frankfurter Altstadt wurde in der Zeit zwischen 2012 und 2018 im Rahmen eines städtebaulichen Großvorhabens rekonstruiert. Konkret geht es um das Areal zwischen Römerberg und Domplatz, Braubachstraße und Schirn Kunsthalle; ein Grundstück
von insgesamt ca. 7,000 m2 Größe, das neu gestaltet und bebaut wurde.
Es handelt sich dabei um den historischen Kern der Altstadt, der bei Luftangriffen im Jahr 1944 zerstört wurde.
Zuvor galt dieser Bereich mit seinen 1250 Fachwerkhäusern, die überwiegend aus der Zeit des Mittelalters sowie der Renaissance
stammten, als eine der größten und bedeutendsten Fachwerkstädte.
Nach der Rekonstruktion wurde das Areal am 9. Mai 2018 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ist seither Anziehungspunkt
für Besucher.
Das Dom-Römer-Projekt wurde im Jahr 2019 mit dem renommierten MIPIM-Award ausgezeichnet, der weltweit herausragende Immobilienprojekte prämiert.
Nach der fast vollständigen Zerstörung der Altstadt im Jahr 1944 wurden die beschädigten Gebäude in der Nachkriegszeit zugunsten „autogerechter“ Verkehrsplanung überwiegend abgerissen.
In den 1970er Jahren entstanden auf dem freien Areal der U-Bahnhof Dom/Römer sowie das Technische Rathaus.
Letzteres gehörte zu den umstrittensten Bauwerken der Frankfurter Architekturgeschichte; aufgrund seiner Größe gegenüber den
umliegenden Gebäuden, seiner Architektur und seines Standorts im historischen Zentrum.
Aus diesem Grund wurde im Jahr 2005 der Abbruch beschlossen, der im Sommer 2010 in die Realität umgesetzt wurde.
Nach mehrjähriger Planungsphase, die mehrere Architekturwettbewerbe und viel bürgerliches Engagement beinhaltete, starteten die
Arbeiten zum Wiederaufbau mit der Grundsteinlegung im Januar 2012.
Fast 70 Jahre lang existierten Namen wie Neugasse, Alter Markt, Hinter dem Lämmchen und Hühnermarkt nur noch in alten Plänen
und Berichten. Nun entstanden im Bereich dieser Straßenzüge insgesamt 35 Neubauten: 15 im Krieg zerstörte und gut dokumentierte historische Bürgerhäusern wurden rekonstruiert, 20 weitere neu aufgebaut, wobei man sich in Material und Maßstab an der historischen Vorgängerbebauung orientierte.
Als absolute Prunkstück des Quartiers gilt dabei das Haus zur Goldenen Waage mit seiner detailreichen Renaissance-Fassade und den Arkaden. Aufgrund seines großen historischen und architektonischen Wertes war es vor dem zweiten Weltkrieg eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Das ursprünglich aus dem Jahr 1619 stammend Gebäude fiel jedoch am 22. März 1944 einem Luftangriff zum Opfer, und das Gelände
lag 20 Jahre lang brach, ehe es mit U-Bahn-Station und Technischem Rathaus neu bebaut wurde.
Quelle: Wikipedia
Bei der Rekonstruktion der historischen Altstadthäuser galt für sämtliche Neubauten eine im Jahr 2010 erlassene Gestaltungssatzung,
die unter anderem ausschließlich steile Satteldächer zuließ und die Verwendung bestimmter Baumaterialien vorschrieb, die für Frankfurt regionaltypisch waren und sind.
Modersohn war gleich an mehreren Gebäuden des Gesamt-Ensembles involviert; so am Haus „Zu den Römern“ an der Nordseite des Krönungsweges und an den Häuser „Eichhorn“ und „Goldene Schere“ am Hühnermarkt.
Im Bereich der Neubauten lieferte Modersohn Material für das Haus „Goldenes Kreuz“ an der Südseite der Neugasse, für das Haus
„Großer Rebstock“ an der Nordseite des Krönungsweges und für die Gebäude in der Braubachstraße 27 und 29 („Glauburger Hof“).
Auch an der „Goldene Waage“ an der Südseite des Krönungsweges war Modersohn im kleineren Umfang beteiligt.
Geliefert wurden für die Rekonstruktion der historischen Bausubstanz bzw. für die sogenannten „schöpferischen Neubauten“ unter
anderem Winkelkonsolanker und Fertigteilbefestigungen für die Fassadenbefestigung sowie Horizontalsicherungen und Gerüstanker.
Häufig handelte es sich um Sonderkonstruktionen, die exakt auf die speziellen baulichen Situationen abgestimmt waren; wie die
Sonderhalter für die Torbögen und die Spolien-Friese am Haus „Großer Rebstock“.