| Gebäudeart | Büro- und Verwaltungsgebäude |
| Produkte | Hängezuganker FB-H, Windanker FB-WA, Fertigteilbefestigungen FB-DZA, Horizontal- verbindungen HV-S, Laserzuschnitte und Abkantprofile in Sonderanfertigung aus Duplex-Werkstoffen |
| Standort | Bremen, Deutschland |
| Fertigstellung | August 2016 |
Der Hauptsitz der Bremer Landesbank, heute Nord/LB, ist ein modernes Bankgebäude inmitten der historischen Altstadt von Bremen.
Mit ihrer repräsentativen Backsteinfassade, einer Anlehnung an den hanseatischen Backstein-Expressionismus, hebt sie sich deutlich
von den heutzutage die Innenstädte dominierenden Rasterfassaden ab und repräsentiert regionale Identität.
Die facettenreiche Fassade mit ihren vielfältigen Wölbungen, vertikalen und horizontalen Linien, Säulen und Simsen besteht aus
64 unterschiedlichen Formsteinen, die maßgeschneidert entwickelt und produziert wurden. Dadurch ergibt sich im Gesamtbild eine gleichmäßige Wellenform, die Tiefe und Dreidimensionalität sowie eine große Lebendigkeit entstehen lässt.
Erarbeitet wurde diese bauliche Vision vom Architekturbüro Caruso St. John Architects unter der Projektleitung von Marco Caviezel. Gemeinsam setzten sie sich damit bei dem im Jahr 2011 ausgeschriebenen Architektur-Wettbewerb gegen ihre Mitbewerber durch.
Es gelang ihnen dabei, das Gebäude an das historische Umfeld anzupassen und gleichzeitig etwas Zeitgenössisches zu kreieren.
Bereits im Jahr 2017 wurde das Projekt mit dem Gewinn des Fritz-Höger-Preises für Backstein-Architektur ausgezeichnet.
Gegründet wurde die Bremer Landesbank als Bodencredit-Anstalt des Herzogtums Oldenburg im Jahr 1883.
Das Stammhaus der Bremer Niederlassung befand sich in der ehemaligen Deutschen Nationalbank von 1896, an der nordöstlichen Seite
des Kirchhofs „Unserer Lieben Frau".
Im Zuge des Neubaus geplanten Neubaus wurde es, bis auf die denkmalgeschützte Fassade, abgerissen.
Im Jahr 1972 entstand nach den Plänen von Gerhard Müller-Menckens zudem ein Neubau, der aufgrund seiner rotbraunen Steinfassade
in horizontaler Optik jedoch wenig mit der übrigen Bebauung am Domhof harmonierte.
Da das Gebäude technisch unwirtschaftlich und auch von den Abläufen her nicht mehr zeitgemäß war, entschied man sich im Jahr 2011 gegen eine komplexe und kostenintensive Sanierung und stattdessen für einen Neubau.
Die alte Landesbank wurde daher 2013 abgerissen und machte Platz für Neues.
Auf dem historischen Grundstück und den Fundamenten des Vorgänger-Baus entstand zwischen 2013 und 2016 in 3½-jähriger Bauzeit
der rund 50 Millionen Euro teure Neubau der Bremer Landesbank, mit 24,000 Quadratmetern Bruttogrundfläche.
Es handelt sich hierbei um ein fünfgeschossiges Gebäude, ergänzt durch zwei zusätzliche Staffelgeschosse.
Prägend ist dabei die handgemauerte Fassade mit ihren verschiedenen Steinformen, die ein dreidimensionales Fassadenrelief bilden,
das an den Backstein-Expressionismus der 20er Jahre erinnert. Dank dieser Gestaltung und dem für die Region typischen roten
Backstein-Material fügt sich der Bau harmonisch in den Domhof und die gesamte Bremer Baukultur ein und stellt sich als Referenz für
die Weser-Renaissance dar.
Im stilistischen Gegensatz dazu steht der moderne, ovale Innenhof, der 17 x 34 Meter misst und dafür sorgt, dass viel natürliches Licht
in die Büroräume fällt.
Er ist tagsüber öffentlich zugänglich und einer der Hingucker des Gebäudes.
Quelle: Wikipedia, bauwelt.de
Die Schwierigkeit beim Schweißen der Fügekonstruktionen bestand in den verschiedenen Materialien, die vom Auftraggeber vorgegeben waren, und in deren unterschiedlicher Materialstärke.
Schwarzes und weißes Material verfügen über einen unterschiedlich hohen Kohlenstoffanteil.
Dieser wirkt sich auf das Schweißverhalten aus.
Um eine Martensitbildung zu verhindern, muss das schwarze Material– abhängig von der Materialstärke – erwärmt werden, ehe es mit dem weißen Material verschweißt werden kann.
Das Vorwärmen verhindert ein zu schnelles Abkühlen und eine dadurch entstehende Versprödung.
Bei den Fügekonstruktionen für den Neuen Kanzlerplatz wurden die Normalstahl-Elemente daher vor dem Verschweißen auf eine Materialtemperatur von 120°C gebracht.
Um die benötigten Schweißnahtdicken von bis zu 18 mm zu realisieren, waren bis zu 14 einzelne Schweißlagen erforderlich. Nach jedem Schweißvorgang musste das Material erst wieder auskühlen, ehe die nächste Lage aufgebracht werden konnte. Ständige Kontrollen der Materialtemperatur des Duplexstahls durch Betriebsleiter Vitalij Pfeifer waren daher zwingend erforderlich, um sich innerhalb des zulässigen Temperaturbereichs zu bewegen und somit eine Martensitbildung zu unterbinden.