Diese Website verwendet Cookies. Warum? Klicken Sie hier um mehr zu erfahren oder hier um Cookies zu blockieren.

TECHNISCHE DETAILS

MBA – Befestigung an Ankerschiene

MBA: Für Befestigung an Ankerschiene

Eine Verankerung an bauaufsichtlich zugelassenen Ankerschienen ist die montagefreundlichere Befestigung gegenüber einer Dübelmontage.

Allerdings setzt diese Art der Befestigung hohe Anforderungen an die Planung, da im Zuge der Rohbauarbeiten die Planung für die Fassade abgeschlossen sein sollte.

Die Ankerschienen werden, gemäß Zulassung, aus den Werkstoffen 1.4571/1.4401 oder 1.4362 gefertigt. Die Bolzen bestehen aus dem Werkstoff 1.4301.

Eck- und Randausbildungen links / rechts

Eck- und Randausbildungen links/rechts

Eck- und Randausbildungen links / rechts

Um auch bei Gebäudeecken den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden, haben wir verschiedene Eckausbildungen entwickelt, die bei jedem Winkelkonsolanker ausführbar sind.

Die jeweilige Ausführung wird als Zusatz der Bezeichnung beigefügt, z.B. WK-NAL... Durch die weite Ausladung der Winkel sowie erhöhte Anforderungen an Konsolanker und Befestigung, empfehlen wir, die Bemessung durch unser Ingenieurbüro vornehmen zu lassen.

Technische Vorschriften Mauerwerksabfangung

(Auszüge aus DIN EN 1996-2/NA:2012-01)

NA.D.1 Allgemeine Bestimmungen für die Ausführung

b) Die Dicke der Außenschale beträgt mindestens 90 mm. Dünnere Außenschalen sind Bekleidungen, deren Ausführung in DIN 18515 geregelt ist. Die Länge von gemauerten Pfeilern in der Außenschale,
die nur Lasten aus der Außenschale zu tragen haben, beträgt mindestens 240 mm. Die Außenschale muss in der Regel über ihre ganze länge vollflächig aufgelagert sein. Bei ununterbrochener Auflagerung (z.B. Konsolen) müssen in der Abfangebene alle Steine beidseitig aufgelagert sein.

d) Außenschalen von 115 mm Dicke sollen in Höhenabständen von etwa 12 m abgefangen werden. Sie dürfen bis zu 25 mm über ihr Auflager vorstehen. Ist die 115 mm dicke Außenschale nicht höher als zwei Geschosse oder wird diese alle zwei Geschosse abgefangen, darf sie bis zu 38 mm über ihr Auflager vorstehen. Diese Überstände sind beim Nachweis der Auflagerpressung zu berücksichtigen. Bei nachträglicher Verfugung müssen die Fugen der Sichtflächen mindestens 15 mm tief flankensauber ausgekratzt und anschließend handwerksgerecht ausgefugt werden.

e) Außenschalen mit Dicken von t ≥ 105 mm und t < 115 mm dürfen nicht höher als 25 m über Gelände geführt werden und sind in Höhenabständen von etwa 6 m abzufangen. Bei Gebäuden mit bis zu zwei Vollgeschossen darf ein Giebeldreieck bis zu 4 m Höhe ohne zusätzliche Abfangung ausgeführt werden. Diese Außenschalen dürfen höchstens 15 mm über ihr Auflager vorstehen. Die Ausführung der Fugen erfolgt in der Regel im Fugenglattstrich. Bei nachträglicher Verfugung müssen die Fugen der Sichtflächen mindestens 15 mm tief flankensauber ausgekratzt und anschließend handwerksgerecht ausgefugt werden.

f) Außenschalen mit Dicken von t ≥ 90 mm und t < 105 mm dürfen nicht höher als 20 m über Gelände geführt werden und sind in Höhenabständen von etwa 6 m abzufangen. Bei Gebäuden mit bis zu zwei Vollgeschossen darf ein Giebeldreieck bis zu 4 m Höhe ohne zusätzliche Abfangung ausgeführt werden. Die Fugen der Sichtflächen von diesen Verblendschalen müssen im Fugenglattstrich ausgeführt werden. Diese Außenschalen dürfen höchstens 15 mm über ihr Auflager vorstehen.

g) Die Mauerwerksschalen sind durch Anker nach allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung aus nichtrostendem Stahl oder durch Anker nach DIN EN 845-1 aus nichtrostendem Stahl, deren Verwendung in einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung geregelt ist, zu verbinden. Für Drahtanker, die in Form und Maßen Bild NA.D.1 (siehe Produkt-Information) entsprechen, gilt:

  • vertikaler Abstand: höchstens 500 mm
  • horizontaler Abstand: höchstens 750 mm
  • lichter Abstand der Mauerwerksschalen: höchstens 150 mm
  • Durchmesser: 4 mm
  • Normalmauermörtel: mindestens der Gruppe IIa
  • Mindestanzahl: siehe Tabelle NA.D.1 (siehe Produkt-Information)

sofern in einer Zulassung für die Drahtanker nichts anderes festgelegt ist.
An allen freien Rändern (von Öffnungen, an Gebäudeecken, entlang von Dehnfugen und an den oberen Enden von Außenschalen) sind zusätzlich zu Tabelle NA.D.1 (siehe Produkt-Information) drei Drahtanker je Meter Randlänge anzuordnen.

Die Drahtanker sind unter Beachtung ihrer statischen Wirksamkeit so auszuführen, dass sie keine Feuchte von der Außen- zur Inneschale leiten können. (z.B. Aufschieben einer Kunststoffscheibe,
siehe Bild NA.D.1, Produkt-Information). Bei nichtflächiger Verankerung der Außenschale, z.B. linienförmig oder nur in Höhe der Decken, ist ihre Standsicherheit nachzuweisen. Bei gekrümmten Mauerwerksschalen sind Art, Anordnung und Anzahl der Anker unter Berücksichtigung der Verformung festzulegen.

i) Abfangkonstruktionen, die nach dem Einbau nicht mehr kontrolliert werden können, müssen aus Materialien bestehen, die dauerhaft korrosionsbeständig sowie für die Anwendung genormt oder
bauaufsichtlich zugelassen sind.

Montageanleitung der MOSO® Traganker mit Dübel

Dübel nach Zulassung setzen, Keilscheibe und Traganker auf die Dübelankerstange aufsetzen, ...
Dübel  nach Zulassung setzen, Keilscheibe und Traganker auf die Dübelankerstange aufsetzen, ...
... gekröpfte U-Scheibe aufsetzen und mit Mutter handfest vormontieren, ...
... gekröpfte U-Scheibe aufsetzen und mit Mutter handfest vormontieren, ...
... Traganker höhenjustieren durch Verschieben der Keilscheibe,
... Traganker höhenjustieren durch Verschieben der Keilscheibe,
... Druckschraube justieren bis sie fest anliegt, ...
... Druckschraube justieren bis sie fest anliegt, ...
... und Anzugdrehmoment gemäß der Zulassung für das Befestigungsmittel bzw. gemäß Typenprüfung aufbringen, mindestens für:
M 10 = 15 NM
M 12 = 25 NM
M 16 = 60 NM
... und Anzugdrehmoment gemäß der Zulassung für das Befestigungsmittel bzw. gemäß Typenprüfung aufbringen, mindestens für: M 10 = 15 NM M 12 = 25 NM M 16 = 60 NM
 

Montageanleitung der MOSO® Traganker an Ankerschiene

Dübel Traganker mit Keilscheibe, gekröpfter U-Scheibe, HK-Schraube und Mutter vormontieren, ...
Dübel Traganker mit Keilscheibe, gekröpfter U-Scheibe, HK-Schraube und Mutter vormontieren, ...
... Kopf der HK-Schraube waagerecht in die Ankerschiene einführen, HK-Schraube mit leichtem Druck drehen bis die Kerbe am Schraubenende senkrecht steht und Mutter handfest anziehen; ...
... Kopf der HK-Schraube waagerecht in die Ankerschiene einführen, HK-Schraube mit leichtem Druck drehen bis die Kerbe am Schraubenende senkrecht steht und Mutter handfest anziehen; ...
... Traganker höhenjustieren durch Verschieben der Keilscheibe,
... Traganker höhenjustieren durch Verschieben der Keilscheibe,
... Druckschraube justieren bis sie fest anliegt, ...
... Druckschraube justieren bis sie fest anliegt, ...
... und Anzugdrehmoment gemäß der Zulassung für das Befestigungsmittel bzw. gemäß Typenprüfung aufbringen, mindestens für:
M 10 = 15 NM
M 12 = 25 NM
M 16 = 60 NM
... und Anzugdrehmoment gemäß der Zulassung für das Befestigungsmittel bzw. gemäß Typenprüfung aufbringen, mindestens für: M 10 = 15 NM M 12 = 25 NM M 16 = 60 NM
 

Hinweise zur Montage

Tragwinkelunterstützung
Tragwinkelunterstützung

Unterstützung der Tragwinkel   

  • Zur Vermeidung unerwünschter Durchbiegungen sind die Tragwinkel bis zur Aushärtung des Mauermörtels ausreichend zu unterstützen.   
  • Bei Zwischenabfangungen wird der Tragwinkel unter Verwendung geeigneter Abstandhalter (z.B. Holz- oder Kunststoffkeile) auf das Verblendmauerwerk aufgelegt. Da Zwischenabfangungen in der Regel als horizontale Dehnfugen auszuführen sind, müssen die Abstandhalter nach Aushärtung des Mauermörtels unbedingt entfernt werden (weitere Hinweise s. Abschnitt Dehnfugenanordnung).

 

 

Abgehängte Grenadierschicht
Abgehängte Grenadierschicht

Herstellung einer abgehängten Grenadierschicht  

  • Für die Abhängung einer Grenadierschicht werden Drahtbügel oder Gewindehaken verwendet.
  • Bei Verwendung von Drahtbügeln wird der Tragwinkel auf OK Grenadier montiert, ausgerichtet und auf UK Grenadier ein Rähm gesetzt. Nun wird die Grenadierschicht unter Einbindung der Drahtbügel zwischen Tragwinkel und Rähm gemauert.
  • Bei Verwendung von Gewindehaken kann dagegen die Grenadierschicht auf dem Rähm gemauert und danach der Tragwinkel aufgesetzt werden. Auf den fluchtgerechten Einbau der Gewindehaken ist zu achten (nach Schnur ausrichten).
  • Der Drahtbügel oder Gewindehaken sichert bei norm- und fachgerechter Ausführung des Mauerwerks ausreichend die Grenadierschicht gegen Ablösen. Je nach verwendeter Stein- und Mörtelqualität (z.B. bei schlecht haftendem Mauermörtel) kann bauseits eine zusätzlich Verstiftung der Grenadierschicht vorgenommen werden. Geeignete Drähte z.B. ≥ 4 mm aus Edelstahl können auf Wunsch mitgeliefert werden.

 

 

Einbau Mauerkonsole MK...
Einbau Mauerkonsole MK...

Einbau von Mauerkonsolen Typ MK... 

  • Im tragenden Mauerwerk werden Aussparungen entsprechend den Vorgaben der Lieferunterlagen angelegt
  • Die Aussparungen werden mit Beton oder Mörtel (MG III mit Quellmörtelzusatz) gefüllt, dann die Traganker hineingepresst. Anschließend wird nachverdichtet und flächenbündig abgeglichen.
  • Die Traganker und Tragwinkel sind ausreichend zu unterstützen.

Bemessungsgrundsätze für Mauerwerksabfangung

Bemessungsgrundsätze für Mauerwerksabfangung

Für den Nachweis der Befestigung sind je nach Zulassung entweder die Verankerungskraft R oder die Zugkraft Z und die Querkraft Fv die maßgebenden Größen.

In jedem Fall sind die Bedingungen der Zulassung einzuhalten.

Top